Erfüllt können wir zurückblicken!

Unser Stiftungstag 2017

Bunte Luftballons und groß gerahmte Bilder des Projekts „Persönliche Zukunftsplanung“ schmückten unseren Saal im Rudolf Steiner Haus und ließen ihn ganz besonders fröhlich und freundlich erscheinen. Die verschiedenfarbigen Ballon-Pärchen standen sinnbildlich für die bunten Beziehungen, die sich während des gemeinsamen Zukunft-Planens zwischen den Planenden mit Behinderung und ihren Partnern ohne Behinderung gebildet haben. Die beiden Projektleitungen Anke Brammen (Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V., Hamfelde) und Prof. Dr. Christiane Drechsler (Alanus Hochschule, Mannheim) legten den Fokus ihres Abschlussberichtes u.a. auf die erfolgreiche Sozialraumentwicklung, die während des Projektes fast nebenbei gestaltet wurde. Prof. Drechsler kam gerade frisch von ihrer Japanreise zurück, wo sie das Projekt vor ebenfalls interessiertem Publikum vorstellte. Wird es Persönliche Zukunftsplanung bald auch in Japan geben? Wir sind begeistert über den internationalen Erfolg des Projektes, das im Kleinen beginnend – der Beziehung zweier Menschen zueinander – Großes bewirken kann.

Drei weitere Vorträge unserer geladenen Antragsstellerinnen bereicherten unseren Fachtag:
Friederike Frenzel (Universität Hildesheim/Center of World Music, Hildesheim) präsentierte ihr Dissertationsvorhaben „Musiktherapie bei Menschen mit Demenz und Migrationshintergrund“, wobei es um die Gestaltung eines Therapiekonzeptes sowie um die Erstellung einer Onlineplattform mit Hörbeispielen von Musikern mit Migrationshintergrund gehen soll. Ihren Vortrag untermalte Frenzel stimmungsvoll mit Gitarre und Gesang.
Sabine Rachl (Westfälische Wilhelms-Universität, Münster; UdK Berlin) schilderte uns ihr Vorhaben der Entwicklung und Evaluation eines Weiterbildungskonzeptes für Musiktherapeuten in palliativen Kontexten. Zur Einstimmung lud sie uns feinfühlig auf eine Reise zu unseren ganz persönlichen Erfahrungen mit Tod und Sterben ein.
Christina Niedermann (Universität Witten/Herdecke) stellte uns ihr Dissertationsthema „Die Bedeutung von Gartengestaltung für die Erfassung mentaler Gesundheit“ vor. Lässt die Art, wie ich meinen Garten gestalte,  Rückschlüsse auf meine mentale Verfassung ziehen? Ein interessanter Gedanke, an den eine lebhafte Diskussion anknüpfte.
Wir möchten uns ganz herzlich bei den engagierten Referentinnen bedanken, die mit den Präsentationen ihrer Projekt- und Forschungsvorhaben unserem Stiftungstag einen wesentlichen Impuls geben und ihn damit zu dem machen, was ihn ausmacht: produktiver Austausch, rege Diskussionen und die Förderung spannender Gedanken, Ideen und Visionen!

Unser Gesellschafter Dr. Götz Kaschubowski begeisterte uns schließlich mit seinen Gedanken zur Heilpädagogik im Zeitalter inklusiven Denkens, wobei er auch die Biografie unseres Stifters Hellmut Kind zitierte. Nach seiner Überzeugung wird bald eine Zeit anbrechen, in der das Wort Inklusion ganz und gar überflüssig sein wird. Sein mitreißender Vortrag erntete viel Applaus, und ein herzliches „Bravo“ von Andreas Tobias Kind.

In guter Tradition dirigierte Andreas Tobias Kind die gemeinsam gesungenen Herbstlieder, mit denen dieser wunderbare Stiftungstag seinen Abschluss fand – Danke, Andreas!

Ebenfalls ein herzliches Danke für Ihr Dabei-Sein, Ihr Zuhören und Mitdiskutieren, intensive Pausengespräche, Klönschnack bei Borschtsch und Keksen und vieles mehr … Falls Sie dieses Mal nicht mit uns feiern konnten, bauen wir auf Ihr Kommen im nächsten Jahr. Unser Stiftungstag 2018 wird am 29. September stattfinden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.